Gemeinschaftsschule Lonetal

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Bildungspartner

AWO

Jung und Alt sollen voneinander profitieren
Es ist zwar schon die vierte, dafür ist die neue Bildungspartnerschaft der Gemeinschaftsschule Lonetal eine besondere. Erstmals kooperiert die Schule mit einer sozialen Einrichtung: der Altenpflege der AWO.

Früher war es normal, dass mehrere Generationen unter einem Dach lebten. Heute ist das die Ausnahme. Die Folge sind "eine zunehmende Entfremdung von Jung und Alt", stellt Claudia Boß fest. Die daraus erwachsenden Berührungsängste abzubauen, sieht die Rektorin der Gemeinschaftsschule Lonetal auch als "eine große Aufgabe der Schule".

Und so haben die Schulleiterin und ihr Kollege Werner Meyer gerne zugegriffen, als sich die Chance bot, eine "Bildungspartnerschaft" mit der AWO zu schließen, die in Amstetten und Lonsee jeweils Altenpflegeheime betreibt. Gestern wurde die Kooperationsvereinbarung zwischen Schule und der Arbeiterwohlfahrt im Rahmen einer kleinen Feierstunde in der Aula der Amstetter Schule unterzeichnet.

Nicht nur Claudia Boß sieht in der Partnerschaft eine "Win-win-Situation für Schule und Betrieb". Auch Ulf Haß, Leiter der beiden Heime in Lonsee und Amstetten, hofft, dass beide Seiten profitieren. Neben den bereits 15 Auszubildenden im Bereich Altenpflege wolle die AWO künftig noch mehr Köche und Hauswirtschafterinnen ausbilden. "Wir bieten vielen jungen Menschen eine berufliche Zukunft", betonte Haß.

Der Heimleiter sieht die Kooperation zwischen Jung und Alt aber auch als eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe: "Wir wollen kein Ghetto, sondern Brücken bauen." Wenn die jungen Leute in die Heime gingen, würden sie den Alten nicht nur Abwechslung und Anregungen verschaffen, sondern "insgesamt Leben in die Bude bringen". In diese Richtung ziele die Initiative "Pflege mit ganz neuen Augen sehen", mit der die AWO über Ausbildungsmöglichkeiten, freiwilliges soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst und Praktika in der Altenpflege informiert.

Froh über die Bildungspartnerschaft ist auch Gemeinderat Heinrich Schmohl, der für den verhinderten Bürgermeister Jochen Grothe die Glückwünsche der Gemeinde Amstetten überbrachte. Das Pflegeheim sei ein großer Wunsch der Gemeinde gewesen, um eine wohnortnahe Versorgung der älteren Bürger zu ermöglichen. Nachdem die Arbeiterwohlfahrt ihr Haus in Amstetten bereits mit großem Engagement führe, biete die Kooperation zwischen Schule und AWO eine gute Möglichkeit, das Heim "noch mehr mit der Gemeinde zu vernetzen".
"Nach Industrie und Handwerk gibt es jetzt auch eine Verbindung zu sozialen Berufen", freute sich zum Schluss Thomas Weise.

Der Projektleiter für Bildungspartnerschaften bei der IHK Ulm ist überzeugt, dass die vereinbarten sechs Begegnungen pro Jahr zwischen Schülern und Pflegebedürftigen für beide Seiten fruchtbar sind. "Das ist eine gute Investition", lobte der IHK-Vertreter - zumal die neue Partnerschaft zeige, dass es "außer Mechatroniker noch andere spannende Berufe gibt".

Albrecht Braun GmbH und Heidelberger Druckmaschinen AG

Albrecht Braun GmbH und Heidelberger Druckmaschinen AG kooperieren mit der Aurain-Schule Amstetten und der Sonnenbühl-Schule Lonsee

Beispiele für gemeinsame Aktivitäten

Technikunterricht mit Auszubildenden von Heidelberger DruckmaschinenFortgeschrittene Auszubildende kommen in den Technikunterricht der beiden Partnerschulen und arbeiten dort mit den Schülern. Die Auszubildenden stellen ihre Ausbildung vor, arbeiten praktisch mit den Schülern und verdeutlichen dabei, wo das Schulwissen in der betrieblichen Praxis zur Anwendung kommt.

Vorstellung der Ausbildungen und Berufe der Albrecht Braun GmbH
Ausbilder und Auszubildende stellen den 8. Klassen die Ausbildungen und Berufe vor.

Tag der beruflichen Bildung bei der Heidelberger Druckmaschinen AG
Die Partnerschulen sollen noch stärker in den Tag der beruflichen Bildung bei der Heildelberger Druckmaschinen AG einbezogen werden.

Elternabend zur Berufsinformation
Die Unternehmen wirken an dem Elternabend mit, um dort die Sicht der Unternehmen vorzustellen. Was erwarten die Betriebe von Bewerbern fachlich und sozial im Umgang, im Verhalten, bei der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit?

Praktikum bei der Heidelberger Druckmaschinen AG
Das Unternehmen bietet Interessierten und geeigneten Schülern beider Partnerschulen Praktikumsplätze zur Berufsorientierung an.

Betriebserkundung bei der Albrecht Braun GmbH
Das Unternehmen bietet beiden Partnerschulen  Betriebserkundungen an, bei denen die Schüler in Kleingruppen das Unternehmen durchlaufen und verschiedene Stationen/Abteilungen des Partnerunternehmens kennen lernen.

Verknüpfung von Unterrichtsinhalten mit betrieblichen Inhalten
Ziel dieses Kooperationsprojektes ist es, den Schülern zu vermitteln, dass und wo sie ihre Unterrichtsinhalte später in der Ausbildung und im Beruf benötigen.

Wissensfabrik "KiTec - Kinder entdecken Technik"
Die Heidelberger Druckmaschinen AG bietet den Partnerschulen weiterhin das erfolgreiche Projekt "KiTec - Kinder entdecken Technik" der Wissensfabrik an. Mit KiTec möchte das Unternehmen den Wissensdurst und den Forscherdrang der Kinder unterstützen.

Maschinenbauer Peter Prinzing

Brücke zwischen Theorie und Praxis
In Amstetten arbeiten Schule und Wirtschaft seit Jahren zusammen. Mit dem Urspringer Maschinenbauer Peter Prinzing hat die Grund- und Werkrealschule nun einen weiteren Bildungspartner gewonnen.

"Möglichkeiten und Perspektiven für alle Schüler", das ist für Rektorin Claudia Boß das erklärte Ziel ihrer Grund- und Werkrealschule Amstetten-Lonsee. In der Folge nimmt die Berufswegeplanung im Schulalltag viel Raum ein. 2011 wurde die Grund- und Werkrealschule mit dem MINT-Zertifikat für herausragende Aktivitäten im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich ausgezeichnet; außerdem beteiligt die Schule sich am Projekt "coaching4future" des Bildungsnetzwerks Baden-Württemberg und ist in der Landesarbeitsgemeinschaft "SchuleWirtschaft" aktiv. "Unser Berufswege-Curriculum fängt bereits im Grundschulalter an", erklärt Boß. Im Laufe der Schulzeit würden die Aktivitäten immer intensiver und spezifischer.

Unterstützung erhält das engagierte Lehrerkollegium durch örtliche Betriebe: Heidelberger Druckmaschinen und der Amstetter Betonstein-Hersteller Braun sind seit Jahren Bildungspartner der Schule. Am Donnerstag wurde ein weiteres Unternehmen in die bewährte Bildungsfamilie aufgenommen: Peter Prinzing, Geschäftsführer der Maschinenbaufirma Prinzing im Lonseer Ortsteil Urspring, unterzeichnete einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit der Schule. Eine Herzensangelegenheit, wie Prinzing betont. "In unserem Unternehmen hat die Ausbildung von Fachkräften seit Generationen einen hohen Stellenwert." Unter den rund 100 Beschäftigten seines Unternehmens befänden sich durchschnittlich zwölf bis 14 Auszubildende.

"Jugendliche brauchen eine richtige Ausbildung", beschreibt der Geschäftsführer seine Beweggründe für die Bildungspartnerschaft. Er wolle interessierten Schülern "die Berufswelt und die Praxis einer Ausbildung näher bringen". Dabei sollen vor allem die Möglichkeiten des Handwerks im Vordergrund stehen.
Ideen für gemeinsame Aktionen hat Peter Prinzing viele. Er kann sich in Zusammenarbeit mit der Grund- und Werkrealschule Betriebserkundungen, Praktika, Berufsvorstellungen in den Klassen, Projektarbeiten und vieles mehr vorstellen.

Eine Kooperation, die ganz im Sinne der Handwerkskammer Ulm ist. Berufsbildungsberater Jörg Schmieder legte die Vorteile einer derartigen Zusammenarbeit dar: "Bildungspartnerschaften schlagen eine Brücke zwischen Theorie und Praxis, sie fördern den Dialog zwischen Schule und Wirtschaft und laden ein zur aktiven Zukunftsgestaltung." Dabei seien sie keine einseitige Angelegenheit, sondern beruhten auf gegenseitigem Geben und Nehmen.

"Viele Talente und Fähigkeiten zeigen sich erst in der Auseinandersetzung mit berufsbezogenen Themen", gab der Berufsbildungsberater zu bedenken. Die Amstetter Schüler haben künftig garantiert Gelegenheit dazu.

Weitere Informationen

Kontakt

Gemeinschaftsschule Lonetal
Lonetalstraße 15
73340 Amstetten
Tel.: 07331 3006-21
Fax: 07331 3006-22
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Außenstelle Lonsee
Sinnabronner Straße 9
89173 Lonsee
Tel.: 07336 96990-11
Fax: 07336 96990-89
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